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Psychiatrie und Psychotherapie

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Die allgemeine Psychiatrie und Psychotherapie ist in zwei Kliniken aufgegliedert, die Patienten aus dem nördlichen bzw. südlichen Einzugsgebiet versorgen.

 

Die Klinik Nord versorgt so Einwohner der Stadt Pforzheim, des Enzkreises und die Gebiete Bretten und Ettlingen des Landkreises Karlsruhe. Zur Klinik Süd gehört der Landkreis Calw und der Landkreis Böblingen.

 

Vier der insgesamt 8 Stationen sind regionalisiert ausgerichtet, d.h., dass auf diesen Stationen Patienten bestimmter Regionen des Versorgungsgebietes behandelt werden. Hierdurch wird eine optimale Abstimmung mit den heimatnahen, ambulanten stationären medizinischen und psychosozialen Behandlungs- und Hilfsangeboten erreicht. Bei evtl. notwendigen Wiederaufnahmen gewinnt der Patient so Vertrauen und Sicherheit durch mehr Konstanz in der Patienten/Therapeutenbeziehung. Die vier regionalisiert ausgerichteten Aufnahme- und Behandlungsstationen können bei Bedarf geschlossen geführt werden. Die übrigen 4 Stationen werden offen geführt und haben jeweils einen Behandlungsschwerpunkt. Eine Station bietet einen Rahmen für Kriseninterventionen bei Belastungsreaktion, eine zweite Station hat ihren Schwerpunkt in der Behandlung affektiver Erkrankungen wie Depression, bipolare Störung, schizoaffektive Psychosen.

 

Darüber hinaus hat jede der beiden Kliniken eine Station, die vornehmlich jüngere Patienten mit schizophrenen Psychosen betreut, um durch entsprechende Behandlungsangebote die Ressourcen dieser Patienten zu stärken, um günstig auf den weiteren Behandlungsverlauf und die Prognose einzuwirken.

 

In beiden Kliniken werden Patienten vornehmlich im Alter zwischen 18 und 64 Jahren behandelt, wobei die Patienten an folgenden Erkrankungen bzw. Störungen leiden:

 

  • Psychosen aus dem schizophrenen Formenkreis (auch Folgezustände und Residualveränderungen),
  • Schizoaffektive Störungen,
  • manisch-depressive Erkrankungen
  • schwere Persönlichkeitsstörungen
  • hirnorganische Störungen
  • akute Zuspitzungen im Rahmen einer Suchterkrankung
  • Krisenintervention bei belastenden Lebensereignissen
  • Suizidale Krisen.

 

Die Behandlung basiert auf den drei Grundpfeilern einer modernen, mehrdimensionalen integrierenden psychiatrischen Therapie, nämlich der Psychopharmakatherapie, der Soziotherapie und der Psychotherapie.

 

Nach entsprechender Diagnostik kommen therapeutisch Einzel- und Gruppengespräche, Ergo- und Kunst-, sowie Entspannungs- und Bewegungstherapien zum Einsatz. Ein besonderer Schwerpunkt wird auf die Psychoedukation der Patienten und der Angehörigen gelegt, die mit speziellen Manualen zu den jeweiligen Krankheitsbildern in Gruppen erfolgt.

Daneben wird das Behandlungsspektrum durch spezifische Therapieverfahren wie z.B. die Licht- und Wachtherapie ergänzt.

 

Durch den Sozialdienst der Klinik werden auch Beratung und Unterstützung bei rechtlichen, sozialen und finanziellen Fragen gewährt, auf Wunsch ist auch eine seelsorgerische Betreuung selbstverständlich.

 

Bei entsprechender Indikation sind Verlegungen zur weiterführenden Behandlung in eine andere spezialisierte Klinik möglich (Klinik für Suchtmedizin, Klinik für psychosomatische Medizin und Psychotherapie).

 

Auf allen Stationen werden Wahlleistungen wie Ein- oder Zweibettzimmer mit Nasszelle sowie Chefarztbehandlung angeboten.

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