Klinik Leonberg
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Die Klinik für Psychosomatische Medizin und Psychotherapie Leonberg verfügt über 27 Behandlungsplätze. Behandelt werden insbesondere Patienten mit folgenden Diagnosen:
- Depressive Störungen, auch rezidivierende Verläufe und bipolare Erkrankungen
- Angststörungen
- Zwangsstörungen
- Dissoziative Störungen
- Essstörungen (Anorexie und Bulimie)
- Reaktive und Anpassungsstörungen
- bei Krisensituationen im familiären und beruflichen Umfeld
- posttraumatische Belastungsstörungen
- Persönlichkeitsstörungen incl. Borderline-Störungen
- Somatisierungsstörungen
Ein Spezialgebiet der Abteilung ist die psychosomatische Behandlung von Patienten mit chronischen Schmerzen und insbesondere in Leonberg die interdisziplinäre Zusammenarbeit mit den anderen Abteilungen des Kreiskrankenhauses.
Das Behandlungskonzept ist tiefenpsychologisch und kognitiv-verhaltenstherapeutisch fundiert mit Integration familientherapeutischer, systemischer und imaginativer Konzepte und Behandlungstechniken. Durch verschiedene verbale und non-verbale Therapieangebote wollen wir unsere Patienten in ihrem jeweiligen individuellen Entwicklungsprozess begleiten mit dem Ziel, die aktuellen intrapsychischen und interpersonellen Konflikte besser zu verstehen, Zusammenhänge zu lebensgeschichtlichen Erfahrungen und Prägungen herzustellen sowie verdrängte Affekte hinter der jeweiligen Symptomatik wahrzunehmen. Dabei soll sowohl das Verständnis für die eigene Persönlichkeitsstruktur und die Einstellung zu sich selbst als auch für die Beziehungsgestaltung im individuellen sozialen Umfeld gefördert werden. Durch das Erkennen ungünstiger, evtl. sogar selbstschädigender Verhaltensmuster, das Verstehen der Zusammenhänge zwischen aktuellen Konflikten und biografischen Vorerfahrungen sowie eine verbesserte Selbstakzeptanz wollen wir Sie befähigen, notwendige Veränderungsschritte in der Einstellung und im Verhalten einzuleiten und damit einen Weg aus der aktuellen Krisensituation zu finden.
Vor der stationären Behandlung wird ein ambulantes Vorgespräch durchgeführt, das sowohl der diagnostischen Abklärung und der Abstimmung der Therapieziele als auch der Information des Patienten über Behandlungsgrundlagen und Therapiekonzepte dient und damit bereits die Therapie einleitet. Dieses Vorgespräch kann auch als Konsil erfolgen. Die Anmeldung für ein Vorgespräch erfolgt in der Regel telefonisch durch den einweisenden Arzt oder den Patienten selbst über das Sekretariat der Abteilung.
Therapie:
Nach der Eingangsdiagnostik (psychotherapeutische Anamnese, ergänzende psychologische Testdiagnostik und notwendige organmedizinische Untersuchungen) wird mit und für jeden Patienten ein individueller Therapieplan erstellt. Schwerpunkt ist in erster Linie die aktuelle Problematik und deren Bewältigung im Sinne einer lösungs- und ressourcenorientierten Therapie im "Hier und Jetzt".
Im Mittelpunkt der Therapie stehen Einzel- und Gruppenpsychotherapien. Dabei werden die Stationsgruppe und die verschiedenen gruppentherapeutischen Behandlungsangebote als therapeutischer Raum genutzt, in dem interaktionelle Schwierigkeiten erkannt und bearbeitet sowie neue persönliche und soziale Kompetenzen entwickelt und gefestigt werden können. Die Selbstreflexion und Aktivierung persönlicher Ressourcen wird u.a. durch das Führen eines Therapietagebuchs gefördert, die hierin niedergeschriebenen Erfahrungen bilden eine Grundlage für die regelmäßigen therapiebegleitenden Gespräche mit der Bezugspflegekraft.
Für die Behandlung von Essstörungen gibt es ein spezielles Behandlungskonzept mit Vereinbarung eines Therapievertrags und Lehrküche, in der Behandlung von Patienten mit selbstverletzendem und/oder suizidalem Verhalten werden ebenfalls bei Bedarf Therapieverträge abgeschlossen. In der Behandlung von Patienten mit Traumafolgestörungen kommen u.a. auch spezielle traumatherapeutische Verfahren, insbesondere Stabilisierungstechniken sowie Traumaverarbeitungstechniken zur Anwendung. Die Behandlung von Patienten mit chronischen Schmerzen erfolgt nach einem multimodalen psychosomatischen Behandlungskonzept unter Einbeziehung medikamentöser Therapie, Physiotherapie, Entspannungsverfahren, physikalischer Therapie sowie einem speziellen Gruppenangebot.
In den mindestens zweimal die Woche stattfindenden Einzeltherapie werden je nach Neigung des Patienten sowie Indikation und Stand der Therapie tiefenpsychologische oder kognitiv-verhaltenstherapeutische Ansätze angewandt. Alle psychologischen und ärztlichen Psychotherapeuten haben eine entsprechende Ausbildung. Ergänzt werden diese verbalen Therapieformen durch vielfältige spezialtherapeutische Angebote:
- Kunst-, Musik- und Ergotherapie
- Entspannungs-, Bewegungs- und Sporttherapie
- Physiotherapie
Wichtig ist uns auch die Einbeziehung des unmittelbaren sozialen Umfeldes, weshalb während des Therapieverlaufs möglichst ein, eventuell auch mehrere, Paar- und/oder Familiengespräche durchgeführt werden können. Bei sozialen Problemstellungen wird der zuständige Mitarbeiter unserer Sozialberatung mit einbezogen. Falls erforderlich können auch berufliche Rehabilitationsmaßnahmen eingeleitet werden. Für eine umfassende somatische Abklärung stehen im Hause unter anderem CT, Röntgen, EKG, EEG, Sonografie und ein medizinisches Labor zur Verfügung. Fachärztliche internistische und neurologische Diagnostik und Mitbehandlung ist möglich.
Kontaktaufnahme:
Am besten telefonisch beim Sekretariat (s. rechts unter Kontaktperson Sekretariat)
Postanschrift:
Psychosomatische Medizin und Psychotherapie Leonberg
Rutesheimer Straße 50
71229 Leonberg


Mit dem Auto
A8 aus Richtung Karlsruhe oder Stuttgart - Ausfahrt Leonberg-West, A81 aus Richtung Heilbronn - Ausfahrt Leonberg-West. Bitte beachten Sie: für die Stadt Leonberg ist eine Umweltplakette erforderlich!
Aus allen Richtungen gute Ausschilderung des Krankenhauses. Es stehen Ihnen gebührenpflichtige Parkplätze direkt am Krankenhaus zur Verfügung. Ab 13:30 Uhr können Sie die Berufsschulparkplätze kostenfrei nutzen.
Wenn Sie nicht gut zu Fuß sind oder im Rollstuhl sitzen, können Sie zum Ein- und Ausstieg direkt vor den Haupteingang des Krankenhauses fahren.
Mit Bus und Bahn
Vor dem S-Bahnhof finden Sie sowohl einen Taxistand wie auch die Bushaltestelle. Sie können uns von dort aber auch in nur 10 Minuten zu Fuß erreichen.
Vor der Klinik befindet sich die Haltestelle "Rutesheimer Straße - Krankenhaus" verschiedener Buslinien, die Sie bequem zur An-/Abreise nutzen können. An den Haltestellen hängen jeweils die detaillierten Fahrpläne aus. Weitere Informationen erhalten Sie bei der elektronischen Fahrplanauskunft des VVS (Verkehrsverbund Stuttgart; www.vvs.de) bzw. bei der Deutschen Bahn AG.
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