Therapiestation für Abhängigkeitserkrankte
Sie sind hier: Home Klinik / Tageskliniken Suchtmedizin Therapiestation für Abhängigkeitserkrankte
Station 34
Weiterführende multiprofessionelle Behandlung von
Alkohol-, Medikamenten-, Drogenabhängigen und Spielsüchtigen.
Wer sind wir?
Die Station 34 ist eine gemischtgeschlechtliche Facheinrichtung zur qualifizierten Behandlung von Alkohol-, Medikamenten-, Drogenabhängigen und Spielsüchtigen. Die offene Station befindet sich in einem ansprechenden Altbau im Landhausstil mit großzügigem Raumangebot und Garten.
Behandlungskonzept und Angebot
Sie leben in einer Gemeinschaft von ca. 25 abhängigkeitskranken Menschen. Sie können nüchtern erfahren, dass ein Leben, das nicht vom Suchtmittelkonsum beherrscht wird, lohnenswert ist.
Die individuell vereinbarte Behandlungsdauer beträgt in der Regel 6-8 Wochen.
Unser Angebot richtet sich an Menschen nach abgeschlossenem körperlichem Entzug,
- bei denen eine ambulante Therapie allein nicht ausreicht und eine Rehabilitationsbehandlung nicht erforderlich oder noch nicht möglich ist.
- mit schwerem langem Krankheitsverlauf und suchtbedingten Folgeerkrankungen am Nervensystem und inneren Organen.
- die zusätzlich an einer seelischen Erkrankung ("Doppeldiagnose") leiden, wie z. B. einer Depression oder Schizophrenie.
Die Diagnostik und Therapie konzentriert sich auf Ihre individuelle körperliche, seelische und soziale Problematik, die mit der Abhängigkeit verbunden ist. Die Therapieziele erarbeiten wir gemeinsam. Wir fördern Ihre aktive Mitarbeit und Ihre individuellen Fähigkeiten zur Gesundung und Gestaltung eines abstinenten Lebens.
Neben der Besserung und Stabilisation Ihres Gesundheitszustandes legen wir besonderen Wert auf die Förderung Ihrer Motivation zur weiterführenden Behandlung, Verhaltensänderung und Abstinenz.
Wir unterstützen Sie bei der Entwicklung einer suchtfreien Zukunftsplanung und ihrer konkreten Umsetzung
(z. B. Vermittlung in Wohngemeinschaft, ambulante oder stationäre Rehabilitation).
Die ärztlich geleitete Behandlung ist in eine umfassende pflegerische, sozialarbeiterische, ergotherapeutische und psychotherapeutische Begleitung eingebettet.
- Pflegerische (Bezugspflege) /ärztliche /psychiatrische Behandlung
- Psychotherapeutische Einzel- und Gruppengespräche
- Angehörigengespräche
- Umfangreiche Betreuung durch den Sozialdienst incl. Einleitung von Reha-Maßnahmen (im Einzelfall)
- Untersuchung und Behandlung von vielfältigen körperlichen Begleit- und Folgeerkrankungen
- Akupunktur
- Krankengymnastik und Bäder
- Ergo- und Arbeitstherapie
- Kunsttherapie
- Entspannungstherapie nach Jacobsen
- Psychoedukative Gruppe
- Rückfallpräventionstraining
- Konzentrationstraining
- Lebenspraktisches Training
- Hausdienste
- Freizeitgestaltung, Kegeln
- Kontakte mit Selbsthilfegruppen und Rehabilitationskliniken
- Seelsorgerliche Angebote
Was ist noch wichtig?
Um Abstand zu Ihrem bisherigen Lebensumfeld und eine Neuorientierung zu ermöglichen, halten wir folgende Regeln für sinnvoll:
Suchtmittelfreiheit: Während des Aufenthalts wollen wir nicht, dass Sie Alkohol, eigene Medikamente (incl. Vitaminpräparate) oder Drogen konsumieren. Wenn Sie sich nicht daran halten, werden Sie evtl. entlassen. Die Behandlung Ihres Rückfalls erfolgt nach individuellen Aspekten.
Gewaltfreiheit: Bei Konflikten setzen wir uns ernsthaft gemeinsam damit auseinander. Die Androhung/Ausübung von Gewalt kann die sofortige Entlassung zur Folge haben.
Ausgang: In den ersten sieben Tagen des Aufenthaltes ist Ausgang mit Mitarbeitern und nach Absprache auch mit Angehörigen möglich. Danach ist alleiniger Ausgang ins Krankenhausgelände und in die Stadt möglich.
Beurlaubungen sind nach Absprache möglich.
Besuch ist ab dem Aufnahmetag auf Station 34 möglich.
Besuchzeiten:
| Montag bis Freitag |
16:00 bis 17:30 Uhr
18:00 bis 20:00 Uhr |
| Sa, So u. Feiert. |
09:00 bis 11:00 Uhr
13.00 bis 17:30 Uhr
18.00 bis 20:00 Uhr |
Beziehungen: In einer therapeutischen Gemeinschaft ist besondere Rücksicht auf die Mitpatienten notwendig. Aber auch aus therapeutischen Gründen (möglicher unerwünschter Einfluss auf den Behandlungsverlauf) sind daher Freundschaften mit intimem körperlichem Kontakt nicht erwünscht und gegenseitige Besuche in den Schlafräumen nicht erlaubt.
Aufnahmeverfahren:
Aufnahmekriterien:
Abgeschlossener Entzug (Entzugsplatz kann in unserer Abteilung, auf Station 31/32 vermittelt werden).
Bereitschaft zur Teilnahme am Behandlungsangebot.
Motivation zu abstinenter Lebensweise.
Die Anmeldung erfolgt in der Regel telefonisch durch den Betroffenen selbst, seinen behandelnden Arzt oder Beratungsstelle.
Anmeldung:
Montag bis Freitag zwischen 09:00 und 10:00 Uhr, s. Kontakte.
Kostenträger der Behandlung sind die Krankenkassen bzw. Träger der Sozialhilfe. Privatversicherte benötigen die Kostenzusage ihrer Krankenkasse.
Station 34
|