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Musiktherapie

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Seit langer Zeit ist der Einfluss der Musik auf die menschliche Psyche bekannt – Musik belebt, tröstet, beeinflusst Stimmungen etc. Bis heute wird Musik für besondere Anlässe wie z.B. für Film oder Tanz, als Trauermarsch oder Wiegenlied komponiert. Die Musik an sich ist Ausdrucks- und Kommunikationsmittel, sie schafft Begegnung und Beziehung. Zur Musiktherapie (MT) wird die Beschäftigung mit Musik aber erst durch den gezielten Einsatz der musikalischen Bausteine und den Kontakt zur/m Musiktherapeutin/en. Auf der Handlungsebene geschieht Beziehungsgestaltung und Ausdruck der Gefühle. Das Beschreiben und Reflektieren der entstandenen Musik vervollständigt die therapeutische Arbeit. Das Gespräch fördert die Erkenntnis über die inneren Zusammenhänge zwischen der entstandenen Musik und den persönlichen Themen der Patienten.
Und so lässt sich Musiktherapie als psychotherapeutische Behandlungsmethode bezeichnen, die beabsichtigt, mittels verschiedener Formen des Musikhörens und aktiven Musizierens, einen therapeutischen Einfluss auszuüben.
Inhaltlich und methodisch wird die MT bestimmt durch die Rahmenbedingungen (Stationskonzepte) und die Möglichkeiten und Bedürfnisse der angesprochenen Zielgruppe. Folgende inhaltliche Schwerpunkte sind möglich: stützend, strukturierend, kontakt- und kommunikationsfördernd, konflikt- und erlebniszentriert, emotional aktivierend, spannungsregulierend oder gruppendynamisch.
Im musiktherapeutischen Prozess geht es um das Hören, Zu(ge)hören, Erleben, Phantasieren, Erkennen, Üben, (Um)Wandeln und Spielen.
Die Musiktherapie findet im leistungsfreien Raum statt und es ist nicht nötig, sich für musikalisch zu halten, die Notenschrift oder ein Instrument zu beherrschen. 

Die Musiktherapie in der Gerontopsychiatrie

Die musiktherapeutische Arbeit mit psychisch kranken Menschen im Alter ab 62 Jahren unterscheidet sich im Allgemeinen kaum von der Musiktherapie anderer Bereiche. Ein deutlicher Schwerpunkt besteht aus der ressourcenorientierten Arbeit, d.h. dass vorhandene Fähigkeiten und individuelle Ressourcen gefördert werden und somit eine Steigerung des Wohlbefindens erreicht werden kann. Eine wichtige Rolle hierbei spielt das gemeinsame Singen von bekannten und altersentsprechenden Liedern. Hier können Emotionen und Assoziationen geweckt werden, die einen Einfluss auf die jeweilige Stimmung und das momentane Befinden haben können. Auch das Gemeinschafts- und Zugehörigkeitsgefühl der Gruppe und jedes Patienten kann aktiviert und gestärkt werden. Dies ist u.a. während einer Depression wichtig und fördert den Gesundungsprozess.
Neben der gezielten Auseinandersetzung mit sich und eigenen Themen bietet die Musiktherapie u.a. Möglichkeiten, ein Wohlgefühl zu erzeugen, Entspannung zu unterstützen und gemeinsam in der Gruppe oder im Einzelsetting eigene Bedürfnisse wahrzunehmen und diese in der Umsetzung erlebbar zu machen.

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