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Stationsbezogene Ergotherapie

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Ergotherapie auf der Kriseninterventionsstation
 
Auf der Station 25 bieten zwei Ergotherapeutinnen Therapien in Groß- und Kleingruppen, bei Bedarf auch Einzeltherapien an. Die Teilnahme der Patienten an den Großgruppen ist obligatorisch, die bis zu 9 Patienten umfassen können. Je nach Indikationsstellung und in Absprache mit dem gesamt-therapeutischen Team erfahren Patienten Anleitung und Unterstützung in ihrer Handlungs- und Ausdruckskompetenz mithilfe bewährter Materialien ( Ton, Papier, Holz, Peddigrohr, Leder..) und verschiedener Techniken. In den Kleingruppen werden verstärkt besondere Interessen der Patienten berücksichtigt in Form von Angeboten, wie einer Projekt- und Outdoor-Gruppe, einer kunsttherapeutisch-orientierten Gruppe und/oder einer Backgruppe. Desweiteren vermitteln die Ergotherapeutinnen Therapieplätze im Bereich der Arbeitstherapie.

Ergotherapie im akutpsychiatrischen Aufnahmebereich
 
Im Akutbereich der Stationen 31 und 41 findet Ergotherapie direkt auf der Station statt und ist in den Stationsablauf integriert; so können auch stark belastete und beeinträchtigte Patienten frühzeitig an der Behandlung teilnehmen. Das Konzept der Ergotherapie ist für Patienten mit psychotischen Erkrankungen bestimmt, die häufig Störungsbilder zeigen im Bereich Motivation, Ausdauer, Belastbarkeit, Antrieb und Einschränkungen im kognitiven Bereich bei Wahrnehmung, Konzentration und Merkfähigkeit.
Ergotherapie gibt es als Angebot in der Gruppe oder als Einzeltherapie.
- Handwerkliche Tätigkeiten mit verschiedenen Materialien
- Kreatives Gestalten
- Kognitives Training
- Lebenspraktisches Training
- Belastungserprobung und Vermittlung in die Arbeitstherapie
- Einzelausgänge und Ausgänge in der Gruppe
- Ausflüge
Im täglichen Austausch mit dem multiprofessionellen Team leistet die ergotherapeutische Diagnostik einen wichtigen Beitrag für die Weiterbehandlung oder Entlassplanung der Patienten.

Ergotherapie im Suchtbereich
 
Patienten im stationären Entzug leiden oft unter Antriebslosigkeit, geringer Motivation, mangelndem Interesse und körperlichen Entzugssymptomen sowie psychischen Symptomen. Die ergotherapeutische Behandlung im Suchtbereich sieht die Selbsterfahrung der Patienten im Vordergrund. Der Patient kann seine Fähigkeiten und Interessen wieder neu entdecken, wird aber auch mit seinen Problemen und Schwächen konfrontiert, so dass er wieder zu einer realistischen Selbsteinschätzung gelangen kann.

Angewandte Behandlungsmethoden:
• Kompetenzzentriert (Förderung von allgemeinen Handlungsfähigkeiten)
• Ausdruckszentriert ( Wahrnehmung und Ausdruck von Gefühlen und inneren Prozessen)
• Interaktionell (Förderung der sozialen Kompetenzen)
Therapieformen:
• Einzeltherapie
• Gruppentherapie
• Ambulante Therapie

Begleitende, reflektierende und unterstützende Gespräche mit den Patienten gehören zur Behandlung. Zudem findet ein regelmäßiger Austausch in einem multiprofessionellen Team über den Verlauf der Behandlung statt.

Ergotherapie in der Gerontopsychiatrie
 
Station 92 – Schwerpunkt Demenz. Die Therapie findet überwiegend in Gruppen statt und soll den Patienten Orientierung und Struktur geben, aber auch Lebenszufriedenheit und Freude durch Betätigung. Die therapeutischen Aktivitäten finden statt im motorischen Bereich, z.B. in Form von Seniorengymnastik, im Bereich der Wahrnehmung durch gezielte Angebote von Sinnesreizen, in der kognitiven Aktivierung durch Erinnerungsarbeit und themenzentrierter Gespräche. Eine alltagsorientierte Förderung wird erreicht durch Backgruppen, Spaziergänge und Ausflüge, wie z.B. in dem wöchentlich stattfindenden Seniorennachmittag. Ebenso werden gestalterische wie auch handwerkliche Tätigkeiten angeboten. In Zusammenarbeit mit der Musiktherapie findet eine Singgruppe statt. Bei fortgeschrittener Erkrankung finden auch Einzeltherapien statt. Hierbei werden verschiedene Konzepte, wie z.B. basale Stimulation oder sensorische Integration, in abgewandter Form eingesetzt.

Station 93 – Schwerpunkt Depression. Es werden hier Patienten in Gruppentherapie behandelt. Schwerpunkte der Ergotherapie sind der Antriebslosigkeit entgegenzuwirken und der Erhalt und die Förderung von vorhandenen Ressourcen. Die Patienten werden gezielt unterstützt, Wege aus der Isolation zu finden und aktiv am Leben teilzunehmen. Die Auswahl der Therapiemittel richtet sich speziell nach dem Krankheitszustand jedes einzelnen Patienten, sowie seinen Bedürfnissen und Neigungen. Ausdruckszentrierte, kompetenzzentrierte und interaktionelle Therapiemethoden werden hierbei angewandt. Es werden gestalterische, wie auch handwerkliche Tätigkeiten angeboten. Zur Abklärung von alltagspraktischen Fähigkeiten findet einmal in der Woche eine Backgruppe statt.
 
 
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