Klinik für Geronto- und Neuropsychiatrie
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Der hohe und wachsende Anteil kranker alter Menschen in der Gesamtbevölkerung erfordert eine zunehmende Spezialisierung zur adäquaten Behandlung und Betreuung von psychischen Erkrankungen im Alter (bei z.B. dementiellen Erkrankungen oder der Behandlung von Depressionen im Alter).
Heute werden im ZfP pro Jahr ca. 400 über 65-jährige Patienten stationär behandelt mit einer Verweildauer zwischen vier und sechs Wochen. Eine moderne geschlossene 25- und offene 26-Bettenstation stehen dafür zur Verfügung. Es erfolgt hier eine gezielte gerontopsychiatrische, körperlich-neurologische Untersuchung und eine ausführliche Labordiagnostik. Besondere Aufmerksamkeit richten wir auf die Einschätzung der Fähigkeiten und Defizite, das sogenannte Assessment.
Die Aktivitäten des täglichen Lebens, die kognitiven Fähigkeiten und die Mobilität werden mehrfach geprüft und durchgehend gefördert. Das therapeutische Programm ist immer sehr individuell auf den einzelnen älteren Menschen zugeschnitten. Es erfolgt meist eine gezielte, in der Regel niedrig dosierte medikamentöse Behandlung. Die Integration von naturwissenschaftlicher Medizin und Komplementärmedizin ist uns ein wichtiges Anliegen.
Einzel- und gruppenpsychotherapeutische Gespräche zur Bewältigung des spezifischen Lebens und Forderungen im Alter bilden eine wesentliche Säule des therapeutischen Angebots. Eine klare Struktur im Tagesablauf der Stationen mit soziotherapeutischen Aktivitäten in der Patientengemeinschaft ermöglichen dem Patienten erneut Sicherheit und Selbstvertrauen zu entwickeln, die in den poststationären Phasen von Vorteil sind. Zudem werden eine aktivierende Pflege, Ergotherapie, Musiktherapie, psychoedukative Gruppen, Entspannungsverfahren, Physiotherapie, Massage und Bewegungsbäder angeboten.
Die Angehörigen und Bezugspersonen werden regelmäßig in die Therapie mit einbezogen. Der Krankenhaus-Sozialdienst gibt vielfältige Hilfestellung bei der Regelung sozialer und Altersangelegenheiten.
Über das Angebot von gerontopsychiatrischen Konsiliaruntersuchungen im Allgemeinkrankenhaus können wir die Patienten schon oftmals vor der Aufnahme in unsere Abteilung hinsichtlich der Behandlungsmöglichkeiten mit seelischen Störungen im Alter beraten.
Wir legen großen Wert auf eine enge Zusammenarbeit mit niedergelassenen Ärzten, anderen Krankenhäusern, psychosozialen Einrichtungen und Behörden.
Darüber hinaus bieten wir im Sinne einer kontinuierlichen Behandlungskette unter bestimmten Voraussetzungen die ambulante Behandlung über unsere gerontopsychiatrische Institutsambulanz an. Hier ist als Spezialangebot auch die Gedächtnissprechstunde zur (Früh-) Erkennung und Verlaufsuntersuchung von kognitiven Störungen angesiedelt.
In die Klinik Geronto- und Neuropsychiatrie ist die Neurologie und Innere Medizin integriert, die abteilungsübergreifend diagnostische und therapeutische Leistungen erbringt. Dazu gehören ausführliche körperlich-neurologische und internistische Untersuchungen. An technischen Untersuchungen können Hirnstromkurven (EEG), elektrische Nerven- und Muskelimpulse (NLG, EMG), Ultraschall (Herz, Schilddrüse, Bauchorgane, Gefäße), EKG, Röntgen und Laboruntersuchengen durchgeführt werden.
Selbstverständlich bieten wir bei entsprechender Versicherungssituation Wahlleistungen an, d.h. Chefarzt-Leistungen und besondere Unterbringungswünsche.
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Kontaktperson
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