Zusammenarbeit mit der Universität Ulm
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Ausgewählte Einzelpsychotherapien und Bezugspflegen wurden nach entsprechender Zustimmung der Patienten und Therapeuten für die Ulmer Textbank auf Tonband aufgenommen, um Begleitforschungen unseres Ansatzes zu ermöglichen.
Dr. Jérôme Huter, Dipl.-Psych., etablierte anhand von transkribierten Psychotherapiesitzungen sowie Bezugspflegeprotokollen die Grundlage für eine vertiefte pflegerische und psychotherapeutische Verlaufsforschung. Schwerpunkt ist die Untersuchung der beiden Wirkfaktoren "Emotions-Abstraktions-Muster" sowie "Ressourcenorientierte Themenaktivierung" auf die Symptomverbesserungsrate dreier forensischen Psychotherapieverläufe. Hier wird der Wechselwirkung zwischen Psychotherapeut, Bezugspflege sowie Patient innerhalb einer therapeutischen Gemeinschaft besondere Aufmerksamkeit geschenkt. Dies wird die erste wissenschaftliche Untersuchung unseres Ansatzes in der forensischen Psychotherapie sein.
Seit Sommer 2002 nimmt die forensische Abteilung an dem von der Europäischen Union geförderten multinationalen Comskills-Projekt teil, in dem Alltagsfähigkeiten forensischer Patienten sowie Strafgefangener standardisiert untersucht werden, um daraus auch prognostische Aussagen abzuleiten. Für Deutschland wird dieses Projekt koordiniert von Professor Friedemann Pfäfflin, Leiter der Sektion Forensische Psychotherapie der Universität Ulm. Unter anderem wird diese Arbeit auf den International Forum of Psychoanalysis 2004 in Brasilien vorgestellt. Die Forschung hat unmittelbaren Einfluss auf die Qualität der therapeutischen wie der pflegerischen Dokumentation.
Gemeinsam mit der Sektion Forensische Psychotherapie in Ulm führt der Chefarzt der forensischen Abteilung die im deutschen Sprachraum erste Übersicht über ausländische Patienten im Maßregelvollzug durch, deren erste Ergebnisse mehrfach auf Tagungen der Sektion Transkulturelle Psychiatrie der Deutschen Gesellschaft für Psychiatrie, Psychotherapie und Nervenheilkunde DGPPN vorgestellt wurden.
Aus der gemeinsamen Arbeit in der International Association for Forensic Psychotherapy (Beiträge auf den Tagungen in Boston, Sheffield, Reichenau/Stuttgart und Arnhem) entsteht eine gemeinsame Veröffentlichung mit Kollegen aus Massachusetts /USA über den Maßregelvollzug in Baden-Württemberg und Massachusetts.
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