Akademisches Lehrkrankenhaus
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Die seit 1969 bestehende bundesweit einzigartige Zusammenarbeit zwischen dem ZfP Reichenau und der sozialwissenschaftlichen Fakultät der Universität Konstanz hat im Jahr 2000 zu der Verleihung des Status eines Akademischen Lehrkrankenhauses geführt.
Im Bundesgebiet gibt es sonst Akademische Lehrkrankenhäuser bisher nur an Medizinischen Fakultäten.
In vielfältiger Weise demonstrieren das Zentrum für Psychiatrie Reichenau und der Fachbereich Psychologie der Universität Konstanz ihre Zusammenarbeit in Lehre, Forschung und Krankenversorgung. Ärzte und Psychologen des ZfP unterrichten Studierende der Psychologie, Verwaltungswissenschaften und Rechtswissenschaften in Psychiatrie, Psychopathologie, Psychotherapie und Medizinmanagement.
Seit mehr als dreißig Jahren betreibt das Zentrum für Psychiatrie gemeinsam mit der Universität eine Behandlungsstation. Darin wird nach internationalem Wissensstand ein Behandlungsprogramm für jüngere Patienten mit psychotischen Erkrankungen durchgeführt. Bestandteil dieses Programms sind Informationsveranstaltungen und Gesprächsgruppen für Angehörige der Erkrankten. Die Station bietet auch Studierenden die Möglichkeit, durch mehrwöchige Praktika ihr künftiges Berufsfeld kennen zu lernen. Pflegekräfte und Therapeuten anderer Kliniken können in mehrtägigen Hospitationen das Behandlungskonzept und die Arbeitsweise der Station kennen lernen.
Im gleichen Gebäude befinden sich die Büros und die Forschungslabors der Arbeitsgruppen Klinische Psychologie und Klinische Neuropsychologie. Ausserdem ist seit mehreren Jahren eine vom Europäischen Flüchtlingsfonds unterstützte Forschungsambulanz für Flüchtlinge den Arbeitsgruppen angeschlossen. Aktuelle Forschungsschwerpunkte betreffen Korrelate und Bedingungen von Psychosen und Posttraumatischer Belastungsstörungen sowie die Evaluation von Behandlungsmodulen. Mit Unterstützung durch Volkswagen-Stiftung, Deutscher Forschungsgemeinschaft und Land Baden-Württemberg wurde eine apparative Ausstattung nach modernsten internationalen Standards geschaffen (z.B. Neuromagnetometer). Es bestehen mehrere Forschungskooperationen mit in- und ausländischen Arbeitsgruppen. Wissenschaftler anderer Forschungszentren nutzen diese Möglichkeiten zu Informationsbesuchen und Gastaufenthalten.
Rockstroh, Prof. Dr., Brigitte, Leiterin der Forschungsstation.
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